CHRONIK
"Vorwort und Einleitung zur Vereinschronik"
Seit dem Gründungsjahr 1877 schaut der Veteranenverein Osterzell auf eine lange, bewegte und stolze Geschichte zurück. Über Generationen hinweg verbindet uns ein gemeinsames Fundament: die tiefe Verbundenheit zu unserer Heimat und die Pflicht zur gelebten Erinnerung. Als Mitglieder des Vereins sehen wir es als unsere wichtigste Aufgabe, diese Gemeinschaft aktiv zu schützen, sie für die Zukunft zu bewahren und unsere Traditionen lebendig zu halten.Im Zentrum unseres Vereinslebens steht das ehrende Gedenken an unsere Väter, Großväter, Urgroßväter und alle Vorfahren. Sie sind es, die in schweren Zeiten stets im guten Glauben und mit Pflichtbewusstsein ihre Heimat verteidigt haben. Ihr Erbe ist uns Verpflichtung und Mahnung zugleich. Diese Chronik ist kein bloßes Buch der Vergangenheit. Sie ist das lebendige Zeugnis unseres Dankes, ein Spiegel unserer Kameradschaft und das Fundament, auf dem wir unsere Tradition auch für die kommenden Generationen weitertragen.
In Treue fest – Für Gott, Heimat und Vaterland.
08. Februar 2026 Chronik-Eintrag Im Zeichen der Kameradschaft und des Gedenkens
Die ARGE-Sitzung vom 08. Februar 2026
Am Vormittag des 8. Februars 2026 versammelten sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) in der traditionsreichen und vertrauten Atmosphäre des Gasthauses Belfort. Unter der bewährten Leitung des Vorsitzenden Günter Goth blickte die Gemeinschaft voller Zuversicht auf das noch junge Jahr und erneuerte die Bande der Kameradschaft mit den besten Wünschen für Gesundheit und Wohlergehen.
Wandel und Aufbruch am Fliegerhorst
Die Versammlung stand im Zeichen bedeutender Veränderungen für unsere Garnisonsstadt Kaufbeuren. Stabsfeldwebel Christian Herschmann überbrachte Grüße der Dienststelle und informierte die Kameraden über die Zukunft des Fliegerhorsts. Während die Gebäude des Standorts durch Sanierungen und Neubauten in neuem Glanz erstrahlen, blickt die Bundeswehr vor Ort durch die Ansiedlung der Drohnenausbildung und einer eigenen Sicherungsstaffel in eine dynamische Zukunft.
Ein Moment des feierlichen Abschieds kündigt sich an: Oberst Thorsten Milewski wird im Rahmen eines internen Übergabe-Appells in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Als Zeichen der Lebendigkeit unserer Tradition und der Verbundenheit mit der Bevölkerung wird am 2. April 2026 ein öffentlicher Gedenkmarsch stattfinden, der die Teilnehmer über 16 Kilometer vom Rathaus zum Offiziersheim führen wird.
Ein Meilenstein: Der Nationale Veteranentag 2026
Im Beisein hochkarätiger Gäste – darunter Oberbürgermeister Stefan Bosse und das Mitglied des Landtags Bernhard Pohl – schlug die Versammlung ein neues Kapitel der regionalen Erinnerungskultur auf. Einstimmig und mit großer Entschlossenheit wählte das Gremium den Sonntag, 14. Juni 2026, zum Veranstaltungstag für den Nationalen Veteranentag in Kaufbeuren.
Es ist der tiefe Wunsch unseres Vereins und der gesamten ARGE, dass dieser Tag kein starres Pflichtprogramm wird. Das Fest soll ein lebendiges Zeichen des Dankes und der Anerkennung sein, das tief aus der Mitte der Gesellschaft erwächst. Um für jedes Element gerüstet zu sein, wurden bereits zwei flexible Konzepte für gutes wie für schlechtes Wetter vordefiniert. Unser Vorsitzender Andreas Steiner brachte sich hierbei federführend ein, um den Interessen der Soldaten und Veteranen eine starke und unüberhörbare Stimme zu verleihen.
Mit diesem wegweisenden Treffen hat der Verein das Fundament für ein Jahr des ehrenden Gedenkens und der gelebten Gemeinschaft im Herzen Kaufbeurens gelegt.
03. Mai 2026 Chronik-Eintrag: Gelebte Tradition und starke Kameradschaft im Fuchstal und in der Heimat
Ein beeindruckendes Bild der Kameradschaft bot sich am vergangenen Sonntag im Fuchstal. Sämtliche Veteranenvereine der Umgebung kamen zusammen, um an der traditionellen Stockwallfahrt teilzunehmen. Unter den zahlreichen Teilnehmern war auch der Veteranenverein Osterzell mit einer stolzen Fahnenabordnung vertreten.
Der feierliche Tag begann mit dem gemeinsamen Marsch der Vereine, der sich von Euratshofen aus in Bewegung setzte. Das Ziel der Pilger war die geschichtsträchtige Stockkapelle, an der im Anschluss ein feierlicher Feldgottesdienst stattfand. Bei bestem Frühlingswetter und strahlendem Sonnenschein durften sich die Vereine der Öffentlichkeit präsentieren. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des ehrenden Andenkens an alle verstorbenen und gefallenen Kameraden der gesamten Umgebung.
Die Organisatoren zeigten sich hocherfreut über den reibungslosen Ablauf. Die Wallfahrt war ein voller Erfolg, und die Verantwortlichen gingen von einer beeindruckenden Kulisse von mehreren Hundert Besuchern aus, die den Weg an den Straßen und zur Kapelle säumten. Ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft wurde ebenfalls verkündet: Der nächste Ausrichter der Stockwallfahrt in drei Jahren steht bereits fest. Im Jahr 2029 wird der Gemeinde Oberostendorf die Ehre zuteilwerden, dieses traditionelle Großereignis auszurichten.
Während ein Teil der Osterzeller Kameraden den Verein bei der Wallfahrt vertrat, war der Verein am selben Tag auch in der Heimat gefordert. Eine zweite Fahnenabordnung blieb im Ort, um den sechs Osterzeller Kommunionkindern an ihrem großen Tag die Ehre zu erweisen. Der traditionelle und festliche Marsch durch das Dorf wurde zu einem echten Höhepunkt im Gemeindeleben. Angeführt von feierlicher Festmusik zogen alle Osterzeller Vereine im exakten Gleichschritt durch die Straßen, um die Kinder sicher und gebührend zur Kirche zu begleiten.
Dieser Sonntag hat einmal mehr bewiesen, wie lebendig und stark die Gemeinschaft und die Tradition in unserer Region verankert sind.
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